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Schwalben fliegen im Wind

Schwalben fliegen im Wind

Schöne Momente im Leben soll man festhalten. Das tue ich jetzt.

Gerade jetzt und hier empfinde ich eine ganz starke, intensive Harmonie. Mit mir selbst. Mit einfach allem.

Warum ist das so?


Vielleicht liegt es an den Glückshormonen, die beim Sport angeblich ausgeschüttet werden sollen. Ich war vorhin in in meinem Fitness-Studio gewesen. Heute Abend war es dort ziemlich leer. Nur ein junger Kerl trainierte; ihn kenne ich vom sehen her. Wir begrüßen uns in der Umkleide; ich finde ihn ganz sympathisch.

Ruhe vor schnatternden Frauen

Nachdem die letzten Frauen die obere Etage verlassen hatten, kehrte endlich Ruhe von den schnatternden weiblichen Stimmen ein, die selbst im Training ununterbrochen belangloses Gewäsch blubbern müssen.
Ich trainierte ganz so nach meiner heutigen Lust und Laune. Niemand hetzte mich; es feuerte mich aber auch niemand an. Ich konnte nach meinem Atemrythmus trainieren.

Schweiss auf meiner Haut

Ich spürte meinen Schweiß, der mir über die Stirn in die Augenbrauen lief. Ich spürte, wie sich mein NIKE T-Shirt nach und nach schweißnass verfärbte.
Als Belohnung genoss ich die lauwarme Dusche mit meinem Lieblingsduschgel, mit dem Peeling, das ich über meinen ganzen Körper massierte; mit dem Haarshampoo und dem Bodyöl ganz zum Schluss.
Auf dem Heimweg blies mir der lauwarme Sommerabendwind durch mein trockenes T-Shirt auf meinen frischgeduschten Körper. Ich fühlte meine Schritte in meinen geilen sportlichen Sneakers, die jeden einzelnen Schritt zurückfederten.
Ich lief auf einem freien Platz zwischen zwei Straßen durch ein seltenes Meer von Schwalben, die in der Abendluft ihre Runden drehten.

Milchkaffee mit geilem Süßstoff

Nun sitze ich hier zuhause auf meinem Balkon. Ich habe mir eine große Tasse Milchkaffee gemacht. Mit zwei Tabletten künstlichem Süßstoff – so wie ich es mag. (Letztens hat mir meine Mutter wieder einen dieser fucking dämlichen Zeitungsartikel hingelegt, in welchem vor Krebs und weiteren schlimmen Krankheiten gewarnt wird, mit dem Wunsch, dass ich meinen Kaffee künftig ohne Süßstoff trinken soll.)
Ich genieße jetzt diesen leckeren Milchkaffee mit krebsgefährdetem süßem Inhalt. Innerlich lache ich darüber, denn nachher werde ich wieder meine Medikamente einnehmen, die der Gefahr von den beiden winzigen Süßstofftabletten in nichts nachstehen.

Mein Ex-Freund ist mir egal

Auf meinem iPhone habe ich von meinem Exfreund eine Nachricht über What’sApp erhalten. Ich wundere mich, dass er mir in der letzten Zeit wieder mehr Nachrichten von sich schickt, die mir eher auf den Nerv gehen, als dass ich sie erwarten würde.
Er schickte mir einen Hinweis auf eine Fernsehsendung heute Abend, die uns beide interessiert. Vor vielen Monaten wäre ich aufgrund dieser einen kleinen elektronischen Nachricht vor Glück in die Luft gesprungen. Heute Abend ist mir dieser Hinweis von ihm völlig und total egal. Das iPhone lasse ich weiter unbeachtet auf dem Tisch ganz hinten in der Ecke liegen.
Statt dessen habe ich mir aus dem Gefrierfach eine dicke Scheibe von meinem Lieblingseis ‚Vienetta‘ abgeschnitten; zusammen mit dem Milchkaffee ist das ein herrlicher Genuss. Mir fehlen die Adjektive, um diesen Genuss weiter zu beschreiben.

Es ist ganz schlicht und einfach ein schöner Abend. Ich glaube, so fühlt sich Glück an.

Danke für das Foto

 

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