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Vorab: Das Treffen verlief sehr gut. Der Freund, dem ich von mir erzählte, war sehr verständnisvoll und interessiert an meiner Geschichte.

Wir beide hatten uns zum Essen verabredet. Auf der Fahrt in das Restaurant überlegte ich bei mir, welchen Einstieg ich nehmen könnte. Ein einfaches „Ich bin HIV positiv“ wäre mir zu plump, zu einfallslos gewesen.

Am Essenstisch nahm ich den Teller vom gedeckten Tisch und legte meine HIV-Medikamente auf den Teller. „Diese Tabletten muss ich schon seit einiger Zeit einnehmen.“, sagte ich und schluckte sie mit einem Schluck von meinem Getränk hinunter.

Nach einigen weiteren Sätzen war ihm klar, dass ich HIV positiv bin und dass mir dieses Gespräch jetzt wichtig wäre.

So unterhielten wir uns den ganzen Abend über mich, über HIV, wie ich damit umgehe und wie ich mich damit fühle. Ich erzählte ihm von meinen Problemen mit der ganzen Sache; aber auch von den guten Erfahrungen, die ich im Kontakt mit anderen bisher gemacht hatte.

Der Abend klang bei einer großen Tasse Milchkaffee aus.

Insgesamt fühle ich mich nun besser, dass ich ihm davon erzählt habe. Ich bin gespannt, wie er sich beim nächsten Treffen verhalten wird.

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