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Das Wochenende an der Ostsee tat mir gut. Es war schön meinen alten Freund wieder zu treffen. Mit ihm Zeit zu verbringen. Zusammen zu sein.

Eigentlich könnte ich froh sein. Mich an diese Zeit an der Ostsee erinnern und ein kleines Stück weit glücklich sein.

Aber nun bin ich wieder in meinem Alltag. Und diese Traurigkeit tief in mir drin lässt mich nicht los. Gestern Abend war es ganz schlimm gewesen. Ich kenne diese tiefe Traurigkeit eigentlich nur seit meiner Trennung von meinem damaligen Ex-Freund. (Übrigens: Es ist nicht der Freund, den ich am letzten Wochenende besuchte.)

Die Trennung liegt nun schon über 1,5 Jahre zurück. Wir haben wieder Kontakt. Und eigentlich könnte das ein schöner normaler Kontakt sein. Wenn da bloß nicht diese schwule Welt mit ihren Eigenarten wäre.

Ich ertappe mich dabei, dass ich meinem Ex-Freund online nachlaufe. Ich klicke auf sein schwules Internet-Profil, um zu sehen, was er daran verändert. Er hat den Text in den letzten Tagen verändert. Er hat sein Profil so abgeschottet, dass verlinkte Freunde nicht sichtbar sind. Auch kann ich damit nicht mehr sehen, in welchen Clubs er Mitglied ist.

Warum er das macht, weiß ich nicht. Meine Fantasie spielt aber verrückt. Ich stelle mir vor, dass er mit den geilsten Kerlen chattet und mit ihnen Kontakt aufnimmt. Dann wird er sich mit ihnen treffen und geilen Sex haben.

Das alles sind Erlebnisse, die ich so nicht habe. Nicht haben kann. Und auch nie mehr haben werde.

Damals, als wir noch zusammen waren, war ich HIV negativ. Dann kam die Trennung – und ich wurde danach HIV positiv. Wie schön wäre es, wenn wir noch zusammen wären.

Das alles macht mich total traurig.

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