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Rote Karte

Rote Karte

Ich kann und will nicht schweigen, wenn Schwule in Russland ermordet werden. Zwei Fälle von Mord an schwulen Männern in Russland will ich hier festhalten und dokumentieren:

 

Junger Mann (23) in Wolgograd aus Schwulenhass zu Tode gefoltert

Wohl wegen seiner Homosexualität ist ein 23-Jähriger in Russland gequält und gefoltert worden. Die Täter zertrümmerten den Schädel des Mannes mit einem Stein und versuchten ihn offenbar auch anzünden.

Der ganze Bericht ist hier online nachzulesen: http://www.welt.de/vermischtes/article116111375/Mann-offenbar-aus-Schwulenhass-zu-Tode-gefoltert.html und http://www.n-tv.de/panorama/Junger-Russe-zu-Tode-gefoltert-article10630631.html

Dann lese ich über einen weiteren Mord an einem schwulen Mann in Russland.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat es im fernen Osten Russlands offenbar einen Mord aus Schwulenhass gegeben. Auf der Halbinsel Kamtschatka sollen drei Verdächtige den Vizechef eines Regionalflughafens getötet und die Leiche angezündet haben.

In Russland ist erneut ein homosexueller Mann vermutlich aus Schwulenhass ermordet worden. Drei Verdächtige haben eingeräumt, den 39-jährigen Vizedirektor eines Regionalflughafens auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka getötet und die Leiche angezündet zu haben.

Weiterlesen hier: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mann-auf-russischer-halbinsel-kamtschatka-aus-schwulenhass-getoetet-a-903400.html

Und was tut unsere Bundesregierung? Sie setzt auf sogenannte „stille Diplomatie“.   Volker Beck hat in seiner schriftlichen Anfrage von der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, folgende Antwort (hier als PDF nachzulesen) erhalten:

Die betroffenen zivilgesellschaftlichen Organisationen (in Nigeria) begrüßen nachdrücklich unseren Ansatz der stillen Diplomatie und der Fortsetzung des politischen Dialogs.

Das ist mir zu wenig. Was wird denn genau hinter den Kulissen gemacht? Welche Erfolge hat denn diese Art von „stiller Diplomatie“? Ich stelle die Erfolge infrage.

Wo bleibt der deutsche Protest. Das fragt Ludwig Greven in der ZEIT und fordert deutschen Protest:

Dabei bräuchten die Homosexuellen in Russland jede Unterstützung, wie alle, die dort von den herrschenden Moralvorstellungen der breiten Mehrheit und der orthodoxen Kirche abweichen.

Ja, auch ich erwarte von unserer Bundesregierung eine selbstbewusste Diplomatie. Wie könnte diese aussehen?

Ich würde vom Bundesaußenminister Westerwelle folgendes erwarten: Er fliegt zu einem Arbeitstreffen nach Moskau. Dort trifft er sich, zum Beispiel im Goethe-Institut, mit den führenden Personen der LGBT-Szene zu einem Abendessen. Anschließend besucht er gemeinsam mit ihnen eine passende Abendveranstaltung.
Das Signal, das von solch einem Treffen ausgeht, wäre nicht zu unterschätzen. Außerdem würden wir damit signalisieren, dass wir die Personen genau beobachten und unter unserem „Schutz“ sehen, damit ihnen nichts passiert.

Zumindest diese Art von diplomatischem Engagement wäre das mindeste, was Deutschland zeigen könnte!

 

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