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Russische Kerle sind oft sportlich und geil , leider aber auch homophob und gewalttätig- Bild: taz.de

Russische Kerle sind oft sportlich und geil , leider aber auch homophob und gewalttätig- Bild: taz.de

Russen mag ich ganz gerne. Ich bin ihnen gegenüber sehr freundlich gestimmt.

Russische Menschen sind für mich liebenswürdig, denn sie lieben das Leben, wollen gerne Spaß mit ihren Freunden haben. Russische Kerle finde ich sexy: sie sind oft sehr sportlich und muskulös, schauen geil aus und haben etwas Durchtriebenes in ihrem Blick, das ich sexy finde. Außerdem hat uns Michail Gorbatschow die Deutsche Einheit geschenkt.

Alles in allem sind mir Russen grundsympathisch. Das gilt aber nicht für die Parlamentsabgeordneten, die ein schlechtes Gesetz beschlossen haben: sie institutionalisieren damit Hass und Gewalt vor allem gegen Schwule. An die damit verbundenen Konsequenzen gerade für HIV-Positive mag ich gar nicht weiter denken.

Ich will mit meinen bescheidenen Möglichkeiten dieses Weblogs auf diesen fatalen Irrweg der russischen Freunde hinweisen. Außerdem will ich dokumentieren, was dieser institutionalisierte Hass bewirkt – aber auch, welche Initiativen sich gebildet haben, um etwas dagegen zu unternehmen.

Bereits vor ein paar Tagen hatte ich in meinem Blog über Morde an Schwulen in Russland berichtet. Nun entdeckte ich ein Video, das einen der verdächtigen Mörder bei einem Ortstermin zeigt. Er berichtet dort erschreckend nüchtern über seine Tat. (Das Video ist nicht grausam, da die Situation mit einer Stoffpuppe nachgestellt ist; aber auch nichts fürs zarte Gemüter.)

Murder of Homophobia in Russia


CSD in Köln feiert die Liebe und das Leben

An diesem Wochenende zieht der CSD in Köln viele viele tausend Menschen, Schwule und Lesben, die ganze Community an den Rhein.
Dort wird zusammen gelebt und geliebt; dort, wo man sich anlächelt, sich manchmal auch verliebt, geile Stunden verlebt und auch auf die Straße geht und demonstriert, findet das Leben hier und heute statt, das menschliches Zusammenleben in seiner ganzen Vielfalt zeigt.

Wenn einige Menschen das gleiche in Russland versuchen, dann schlägt ihnen Hass und pure Gewalt entgegen. Für mich ist das unverständlich, ich kann es einfach nicht begreifen, was in diesen Menschen vorgeht.

Purer Hass – pure Gewalt gegen Schwule in Russland

Wer sehen will, wie purer Hass und Gewalt gegen einzelne Schwulen und Lesben ausschaut, kann dies auf dem nachfolgenden Video sehen.

Es ist einfach nur erschreckend schlimm. Das stimmt mich sehr traurig, wenn ich an diesem herrlichen sonnigen Sommertag an fröhliche Menschen mit Regenbogenflaggen in Köln denken muss.

Zum Glück gibt es noch mehr Bürgerinnen und Bürger, die sich mit diesem Hass und dieser Gewalt nicht abfinden wollen und tatkräftig etwas tun.

Aktion Freundschaftskuss von LSVD und Quarteera e.V.

Gefunden habe ich die Aktion Freundschaftskuss vom LSVD Deutschland e.V. gemeinsam mit Quarteera e.V. aus Berlin.

Quarteera e.V. aus Berlin

Quarteera e.V. aus Berlin

 

Mit der Aktion Freundschaftskuss sollen die bestehenden Städtepartnerschaften zwischen deutschen und russischen Städten genutzt werden, um gegen Hass gegen Schwule und Lesben zu werben. Der Verlauf der Aktionen und Reaktionen ist im Blog gut dokumentiert, das ich auch verlinken werde: http://www.quarteera.de/blog

Meine Meinung: Gut so! Weiter so! Mehr davon!

Mutige Einzelaktion von Tilda Swinton

Zum Schluss will ich noch eine mutige Einzelaktion erwähnen. Tilda Swinton, die britische Oscar-Preisträgerin, zeigte die Regenbogenflagge in der Nähe des Kreml – in aller Öffentlichkeit.

Tilda Swinton mit Regenbogenfahne vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau. Foto: Sandro Kopp/Twitter

Tilda Swinton mit Regenbogenfahne vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau. Foto: Sandro Kopp/Twitter

Eigentlich eine banale Selbstverständlichkeit, die keiner Erwähnung bedürfte. Aber im Sommer 2013 stellt dies eine mutige, weil gefährliche und strafbedrohte, Aktion im derzeitigen Russland dar. Schade, dass es soweit gekommen ist. Glückwunsch, dass es Menschen wie Tilda Swinton gibt, die so etwas machen.

Danke für’s Bild an http://www.taz.de/!19363/

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