Schlagwörter

, , , , , , , , , , ,

Presseschau

Presseschau

Heute will ich sehen, was sich unter den Stichworten „schwul + HIV“ findet. Und da taucht doch einiges auf, was interessant ist und mich zum Nachdenken bringt.

Aktuell bietet der „Bonner Arbeitskreis Sexualpädagogik“, den jungen Gästen des Römerbads die Schwimmbadaktion „Sommer, Sonne, Safer Sex“ an:

Auch HIV und Aids kamen zur Sprache: „Es ist auf jeden Fall ein Thema bei Jugendlichen“, sagte Jan Gentsch von der Aids-Hilfe Bonn. Eine Infektion beim ersten Sexualkontakt sei schon vorgekommen. Ansonsten sei die Zahl der HIV-Infektionen in den letzten Jahren in etwa stabil geblieben, sagte Eva Theil von der Aids-Hilfe.

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-castell/Spielerische-Aufklaerung-im-Roemerbad-article1105982.html

 

Das Verbot von Blutspenden von schwulen Männern ist immer wieder Thema in der Presse. Wenn aber schon in der Überschrift zu lesen ist:

Blutspendeverbot für Schwule auf Prüfstand –
Homosexuelle Männer und Huren dürfen kein Blut spenden

dann braucht sich keiner über Stigmatisierung zu wundern. Ich habe kein Interesse daran, als schwuler Mann mit Huren in einem Zusammenhang genannt zu werden.

Quelle: http://www.lifeline.de/vorsorgen/blutspendeverbot-fuer-schwule-auf-pruefstand-id111661.html

 
Ein HIV-positiver Mann aus Mainz wird in einem Artikel beschrieben, der sehr gut geschrieben ist. Dieser Artikel beschreibt recht sachlich und nüchtern die Alltagsfakten. Ausdrücklich wird erwähnt, dass sich das Bild von HIV-Positiven gewandelt hat – dass dieses aber nicht von der Gesellschaft wahrgenommen werden will.

„Das Selbstbild der HIV-Infizierten und die Krankheit selbst haben sich in den letzten 20 Jahren gewandelt. Aber die Gesellschaft hat diesen Wandel noch nicht begriffen“, sagt Lucas. Er prangert ein Schubladendenken an, das nicht der Tatsache gerecht werde, dass ein HIV-Positiver ein normales Leben führen könne. „Ich bin mir unsicher, inwieweit die Leute überhaupt ein differenziertes Bild wahrnehmen wollen.“

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/13291100.htm

 

So ganz anders wird Tobias aus Niederbayern wahrgenommen und das auch noch recht heftig. Seine HIV-Infektion ist bekannt, als er ein auf dem Land ein Lokal eröffnen will. Es gibt die klare medizinische Information:

Seit 2007 ist er HIV-positiv, sein damaliger Freund war fremdgegangen und hatte ihn unwissentlich angesteckt. Er nimmt täglich ein Medikament ein, die Ärzte sagen, das Virus sei inzwischen im Schlummerzustand. Im Blut ist er nicht mehr nachweisbar, er ist nur im Rückenmark gespeichert. Eigentlich, sagt Tobias G., „bin ich wieder negativ.“ Zu 99,99 Prozent sei er nicht mehr ansteckend. Sein Freund zum Beispiel ist nicht infiziert.

Aber dennoch erfährt er offene Ablehnung und verstecktes Mobbing, so dass er sein Vorhaben aufgibt. Schade und traurig.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/gastronom-in-niederbayern-schwul-hiv-positiv-fertiggemacht-1.1600509

Dankeschön für das Bild an: http://www.figaro-claus.de

Advertisements