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Muskelkater

Muskelkater

Gestern war ich auf einem Treffen mit einigen Verwandten von mir. Wir verabredeten uns nach langer Zeit einmal wieder, um uns zwanglos zu sehen und zu reden – wir wollten einen gemütlichen Sonntag miteinander verleben.

Dazu trafen wir uns in einem Kletterwald. Diese gibt es inzwischen in jedem größeren Waldstück *g*

Ruck zuck: Gurte umgeschnallt, Helm auf und los ging es auf die Bäume. Die Instruktorin war recht fit und motivierte uns ganz gut. Ich kletterte die Seilleiter am Baum hinauf und meisterte alle Stationen gut. Auch die zahlreichen Rutschen konnte ich gut mitnehmen.

Anschließend gingen wir gemeinsam essen. Bei einem tollen Sommertag konnten wir draußen sitzen und verlebten einen schönen Ausklang in den Abend hinein.

Es war schön gewesen, einige Verwandte wieder zu treffen. Auch wenn dabei keine Rede auf mein Schwulsein oder gar meine HIV-Infektion kam, so war es ein schöner Tag.

Ehrlich gesagt: Ich hatte kein Bedürfnis mich zu outen. Dass ich schwul bin, wissen alle – ohne darüber ein großes Aufhebens zu machen. Genau so sollte es auch sein.

Sicher würde es einige interessieren, wenn jemand aus ihrem direkten verwandtschaftlichen Umfeld HIV-positiv ist. Das wäre „das“ Gesprächsthema schlechthin für die nächsten Wochen. Auch würde ich dieses überleben.

Aber es ist im Moment für mich noch kein Thema. Es ist noch nicht „dran“. Vielleicht kommt das noch. Vielleicht bleibt dieses Thema aber auch noch sehr lange bei mir.

Was sich mir in jedem Fall offenbart hat, war der Muskelkater heute morgen: Ich lag wie erschlagen im Bett, konnte mich zunächst kaum bewegen. Erst nach der ersten Tasse Kaffee konnte ich mich langsam aufrappeln und fühlte mich fit für den Tag.

Danke für’s Bild an: http://www.derberater.de/

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